Mehr über meine Trainingsideen
Hunde sind Egoisten, genauso wie wir Menschen. Entgegen der vorherrschenden Meinung sind alle „Lassies, Rex @ Co“ nicht auf die Welt gekommen, um auf Rückruf zu ihrem Menschen zu kommen, auch wenn der beste Kumpel um die Ecke kommt oder zu sitzen, obwohl man eigentlich viel lieber andere Dinge tun würde.
Wie wir auch, stellen Hunde permanent unbewusst kleine Kosten-Nutzen-Abwägungen auf. Wir arbeiten nur dann gerne bei einem Arbeitgeber, wenn der Nutzen von Geld und/oder Anerkennung größer ist als die Kosten der Arbeit. Wir arbeiten grundsätzlich besser, wenn wir für gute Arbeit belohnt, als wenn wir für schlechte Arbeit gestraft werden. Das weiß jeder von uns. Warum um alles in der Welt tun sich dann viele Hundebesitzer so schwer zu verstehen, dass Hunde nicht anders ticken als wir. Wir arbeiten für unser täglich Brot. Warum sollen Hunde alles umsonst bekommen und dann perfekt funktionieren?
Das wäre ja ungefähr so, als würde ich einem Millionär sagen, er müsste jeden Tag die Strassen in seinem Ort kehren ohne Lohn, anstatt am Pool zu liegen.
Zusammengefaßt: Hunde sind wie Menschen. Sie tun nur das was sich lohnt.
Für die meisten Hunde sieht das so aus:
lohnt sich
lohnt sich nicht
Ihr Hund mag keine Leckerchen?
Das liegt daran, dass der Napf jeden Tag voll ist und er keinen Bedarf hat, sich dafür anzustrengen - denken Sie an den Millionär. Streichen Sie mal das Futter aus dem Napf und lassen den Hund eine Zeit lang für seine Tagesration draußen arbeiten. Dies hat viele Vorteile: Der Hund lernt 1. dass es sich lohnt für Futter zu arbeiten 2. dass er ohne Sie nicht auskommt 3. dass arbeiten für Futter Spass macht 4. dass Fressen Spass macht. Wölfe haben schließlich auch keine Futterschüssel im Wald.