Apportieren
Apportieren heißt für mich zunächst einmal, daß ein Hund seinem Menschen auf Aufforderung etwas in der Schnauze tragend bringt.
Dies kann eigentlich alles sein: Bällchen, Frisbee, Futterbeutel, Dummies aber auch Kaminholz, Ochsenziemer, Knochen u.v.m. Das Apportieren ist Voraussetzung für einige Hundesportarten und eine tolle Beschäftigung und Gehorsamsprüfung für Hunde.
Manche Hunde (z.B. Retriever) haben eine natürliche Bringfreude, die meisten Hunde können das Apportieren lernen. Manche Hunde werden zu regelrechten Balljunkies, weil das Hetzen, Ergreifen und Beißen in den Ball den natürlichen Jagdsequenzen des Hundes ähnelt und dabei Glückshormone ausgeschüttet werden. Dennoch ist der Streß bei solchen Hunden nicht zu unterschätzen, abgesehen von der Belastung für die Knochen.
Vernünftig eingesetzt bietet das Apportieren hervorragende und vielfältige Möglichkeiten der Beschäftigung, z.B. als Mittel zum Training von Impulskontrolle, für Suchübungen, zum Richtungsschicken, als Belohnung u.s.w.
Wenn die Hunde nicht bereits apportieren können, beginne ich das Training in der Regel mit einem Futterbeutel. Das Prinzip beruht darauf, dass der Hund an das Futter im Beutel nur heran kommt, wenn er den Beutel zurückbringt. Die Arbeitsmotivation ist hier meist höher als bei einem Bällchen, welches eher mal liegen gelassen wird.
Bringt der Hund den Gegenstand gerne und sicher zurück, dann beginne ich mit erweiterten Übungen zum Apportieren.
Das Apportieren ist bereits Inhalt meiner Welpen- Junghunde- und Erwachsenenkurse, kann aber auch in speziellen Sonderkursen erlernt werden.
